Tauchen
Tauchzertifizierung
Alles, was Sie über Tauchscheine wissen müssen. Erfahren Sie mehr über den Ablauf, die verschiedenen Arten von Tauchscheinen und wie Sie den Einstieg finden.

So erhalten Sie Ihren Tauchschein

Mit einem Tauchschein eröffnet sich Ihnen eine Welt voller Unterwasserentdeckungen und Abenteuer. Dieser Artikel gibt Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Tauchverbände, den Zertifizierungsprozess, die verfügbaren Zertifizierungsarten und die Vorteile eines Tauchscheins.
Außerdem haben wir einen umfassenden Leitfaden zum Tauchen für Anfänger zusammengestellt, damit Sie mehr über das Tauchen selbst erfahren können.
Tauchausbildungsorganisationen

Es gibt mehrere international anerkannte Zertifizierungsorganisationen für das Tauchen:
- PADI (Professional Association of Diving Instructors)
- SSI (Scuba Schools International)
- BSAC (British Sub-Aqua Club)
- NAUI (National Association of Underwater Instructors)
Diese Organisationen legen Standards und Richtlinien für die Tauchausbildung fest, doch die mit Abstand führende Tauchorganisation ist PADI, die seit Jahrzehnten eine Vorreiterrolle in der Branche einnimmt.
Unterschiede zwischen Zertifizierungsstellen

Zwar gibt es Unterschiede hinsichtlich der Ausbildungsmethodik und der Kursunterlagen, doch halten sich alle seriösen Zertifizierungsstellen an die vom World Recreational Scuba Training Council (WRSTC) festgelegten Standards. Dies gewährleistet ein einheitliches Sicherheits- und Kompetenzniveau bei zertifizierten Tauchern.
Die Unterschiede zeigen sich vor allem in den internen Systemen, im Marketing und in der allgemeinen Bekanntheit. Taucher werden während der Kurse keinen Unterschied in der Qualität des Lehrplans feststellen.
Zertifizierungsprozess
Voraussetzungen für den Tauchschein

Im Allgemeinen müssen die Teilnehmer mindestens 10 Jahre alt sein, über grundlegende Schwimmkenntnisse verfügen und bei guter körperlicher Gesundheit sein. Für einige Kurse ist möglicherweise eine ärztliche Untersuchung erforderlich. Idealerweise sollten Taucher nicht unter den folgenden Erkrankungen leiden:
- Herzprobleme
- Hoher oder niedriger Blutdruck
- Aktives oder durch körperliche Anstrengung ausgelöstes Asthma
- Kürzlich durchgeführte Operationen
- Kürzlich durchgemachte Grippe
- Bestimmte Medikamente, die die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen können
Ausbildungsprogramm und Lehrplan

Ein Tauchkurs besteht in der Regel aus drei Teilen: Theorieunterricht im Klassenzimmer oder online, Training im begrenzten Gewässer (Schwimmbad) und Training im Freiwasser.
Die Teilnehmer lernen zunächst die Tauchtheorie, die Ausrüstung und die Sicherheitsvorkehrungen kennen, bevor sie die grundlegenden Fertigkeiten in einer kontrollierten Umgebung üben. Schließlich wenden sie ihre Fähigkeiten bei beaufsichtigten Tauchgängen im Freiwasser an.
Für diejenigen, die das Tauchen ohne Tauchschein ausprobieren möchten, gibt es Programme wie unseren Schnuppertauchkurs „Try Diving“ auf Bali.
Theoretisches Wissen und praktische Fähigkeiten

Um die Zertifizierung zu erhalten, müssen die Teilnehmer fundierte Kenntnisse der Tauchtheorie nachweisen, darunter Tauchplanung, Gasmanagement und Dekompressionstheorie. Außerdem müssen sie praktische Fertigkeiten wie Tarierungskontrolle, Unterwassernavigation und Notfallmaßnahmen beherrschen.
All diese Elemente werden vor und während des Kurses mithilfe von E-Learning-Materialien und Übungen im begrenzten Gewässer behandelt und erlernt.
Arten von Tauchzertifikaten
Open-Water-Diver-Zertifikat

Der Open-Water-Diver-Kurs ist der Einstiegskurs, in dem die grundlegenden Fertigkeiten und Kenntnisse vermittelt werden, die für das Sporttauchen erforderlich sind. Nach Abschluss des Kurses sind die Taucher berechtigt, in Begleitung eines Tauchpartners bis zu einer Tiefe von 60 Fuß (18 Meter) zu tauchen.
Der Kurs dauert in der Regel 3 Tage. Am ersten Tag findet eine Kombination aus Theorieunterricht und Training im Schwimmbecken statt, während sich der zweite und dritte Tag auf das Tauchen im Freiwasser und die Erkundung der Unterwasserwelt konzentrieren.
Zertifizierung zum Advanced Open Water Diver

Die Zertifizierung zum Advanced Open Water Diver baut auf den im Open-Water-Kurs erworbenen Fähigkeiten auf und führt Taucher in neue Umgebungen und Techniken ein. Diese Zertifizierung ermöglicht es Tauchern, Tiefen von bis zu 130 Fuß (40 Meter) zu erkunden – das Maximum im Sporttauchen.
Der Kurs dauert in der Regel 2–3 Tage und besteht aus fünf Abenteuertauchgängen. Zwei davon sind Pflicht: Tieftauchen und Unterwassernavigation. Für den PADI Advanced Open Water Diver-Kurs auf Bali stehen folgende weitere Abenteuertauchgänge zur Auswahl:
- Strömungstauchgang (wird in Nusa Penida durchgeführt)
- Nachttauchgang (in Padang Bai oder Tulamben)
- Wracktauchgang (in Tulamben)
- Fischbestimmung
- Perfekte Tarierung
- Bootstaucher
Rescue-Diver-Zertifizierung

Die „Rescue Diver“-Zertifizierung konzentriert sich auf fortgeschrittene Fähigkeiten in den Bereichen Sicherheit und Notfallmanagement. Der PADI Rescue Diver-Kurs ist wohl der lohnendste und unterhaltsamste Kurs im Freizeittauchen.
Dieser Kurs dauert in der Regel 3 Tage und umfasst praktische Szenarien, bei denen Problemlösung und Entscheidungsfindung im Vordergrund stehen. Der „Emergency First Response“-Kurs ist als Voraussetzung obligatorisch.
Divemaster-Zertifizierung

Die Divemaster-Zertifizierung ist der erste Kurs auf professionellem Niveau, in dem Taucher lernen, Tauchgänge zu leiten und zu beaufsichtigen, bei der Ausbildung zu assistieren und Führungsqualitäten im Tauchen zu entwickeln.
Dieser Kurs dauert in der Regel 4 bis 8 Wochen. Der Divemaster-Kurs ist der erste Schritt in einer Tauchkarriere und die wichtigste Ausbildungsgrundlage für eine erfolgreiche Laufbahn als Tauchlehrer.
Spezialtauch-Zertifizierungen

Spezialzertifizierungen ermöglichen es Tauchern, bestimmte Interessengebiete wie Wracktauchen, Unterwasserfotografie oder Tieftauchen zu erkunden. Diese Kurse bieten eine gezielte Ausbildung und fundiertes Fachwissen.
Die Dauer variiert und reicht in der Regel von einem Tag bis zu einigen Wochenenden. Zu den beliebtesten Spezialgebieten gehören:
- Wracktaucher
- Nachttaucher
- Perfekte Tarierung
- Tieftaucher
Erfahre mehr auf der Seite „PADI-Kurse“.
Verlängerung der Zertifizierung und Fortbildung
Verlängerungsverfahren und Voraussetzungen

Zwar verfallen die meisten Tauchbrevets nicht, doch empfehlen einige Organisationen Auffrischungskurse für Taucher, die seit 6 bis 12 Monaten nicht mehr getaucht sind.
Ein typischer Auffrischungskurs dauert etwa 30 Minuten im begrenzten Gewässer bzw. im Schwimmbad, bevor es zum Tauchen geht. Er hilft dabei, die Nervosität zu überwinden, die mit dem ersten Tauchgang nach einer langen Pause einhergeht.
Weiterbildungsprogramme und Spezialisierungen

Weiterbildungsprogramme bieten Tauchern die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten zu verbessern, neue Interessengebiete zu erkunden und sich über die neuesten Tauchtechniken und -ausrüstung auf dem Laufenden zu halten.
Viele Zertifizierungsorganisationen bieten eine breite Palette an Kursen an, die von Fortgeschrittenen-Zertifizierungen und Spezialkursen bis hin zu Ausbildungsprogrammen auf professionellem Niveau reichen und so lebenslanges Lernen und die Weiterentwicklung von Sporttauchern gewährleisten.
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